Sonntag, 21. März 2010

Wochenende mit Andi

Dieses Wochenende stand im Zeichen der Produktivität, der Erholung und der Gemütlichkeit:

Andi und ich hatten uns vorgenommen, auszuschlafen und vor allem damit zu beginnen uns zu überlegen, wie es nach unserem Jahr in Bukarest weitergeht, sprich also was und wo wir studieren werden.
Am Samstag, nachdem wir ausgeschlafen hatten, gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück



mit Croissants, Orangensaft, Milch, verschiedenen Wurstaufschnitten, Remulade und alles, was sonst so dazu gehört.



Danach vebrachten wir den Nachmittag damit, im Studienführer oder im Internet zu stöbern, um uns zu informieren.



Große Neuigkeiten habe ich noch nicht zu berichten, aber ich freue mich, dass ich den ersten Schritt getan habe und mir wenigstens mal eine Weile bewusst Gedanken gemacht habe. Ich bin zuversichtlich, dass ich früher oder später eine Entscheidung treffen werde! Derzeit steht das "Grundschullehramt" und die "European studies" relativ hoch im Rennen, aber die Würfel sind noch nicht gefallen ...

Abends gönnten wir uns dann das gute alte rumänisch Bier aus 2 Liter-Flaschen, schauten Filme und stöbertem im Internet.
Nachdem wir Sonntags wieder ausgeschlafen hatten, gingen wir in den Zirkus.



Es war kein Zirkus, so wie wir ihn kannten, das sah man schon am "Zelt", was eher wie eine Fußballstadion oder ein Konzertsaal aufgebaut war - über weiter Strecken hatten wir auch das Gefühl, in einem riesigen Club zu sein. Außerdem wurden wir von einer hübschen Rumänin direkt bis zu unseren Plätzen geführt.



Die Show war im wahrsten Sinne des Wortes überwältigend, denn es waren nicht nur wirklich atemberaubende Artisten, riesige Tiger und Zauberei zu bewundern, sondern es gab 3 verschiedene Bands und Tänzerinnen, die es einem nicht möglich machten, alles zu sehen.
Es war eine "Bombardierung" der Sinne, ganz im Sinne der Rumänen, lieber zu viel als zu wenig ;-)
Ich musste mich wirklich konzentrieren, dass ich das Wesentliche (2 Turner, die wirklich unglaubliche Figuren vollbracht haben) vor lauter hübschen "Nixen", die sich leicht bekleidet in riesigen Wasserbecken rekelten und der Bänd die auf einer anderen Bühne abrockte, nicht aus den Augen verlor...

Da das Fotografieren verboten war und auch wirklich streng überwacht wurde, habe ich leider nur ein Bild vom Ende und ein blind gefilmtes Video für euch:






Aber ich denke, man bekommt trotzdem einen gewissen Eindruck.

Zu guter letzt haben wir den "Frühjahrsputz" noch weiter ausgedehnt und so strahlt jetzt die ganze Wohnung in einer bisher kaum gesehenen Weise ;)

Es grüßt euch alle ganz lieb, euer Juli!

Reifen flicken

Meinen Fahrradreifen musste ich schon des öfteren flicken und ich hab in meinem Italien Urlaub schon erlebt, dass auch Autoreifen kaputt gehen können. Hier in Bukarest habe ich allerdings zum erstenmal erlebt, wie Autoreifen kurzerhand geflickt werden...
Nachdem ich gemerkt hatte, dass ich sehr wenig Luft in einem Reifen habe dachte ich mir "jetzt erst schnell zur Tanke wieder Luft rein und dann weiter", doch es sollte anders kommen:
Als ich an der Tankstelle geparkt hatte und ausgestiegen war, wurde mir das Ausmaß meines Problems bewusst: ich stand mit einem Rad praktisch auf den Felgen. Der Tankwart kam dann auch dazu und meinte, dass die Luftpumpe nicht funktioniere, was in meinem Fall aber sowieso egal war.
Er meinte, ich könne so nicht einmal bis zur nächsten "Vulcanizare" (kleine Werkstatt, in der Reifen gewechselt/ aufgepumpt und eben auch geflickt werden und die es überall gibt)fahren, sondern müsste den Reifen dort hin tragen/ rollen. Mit seiner Hilfe -die ihm auch 10 Lei einbrachte- nahmen wir das Rad ab und ich ging damit zur Vulcanizare...
Dort fand man schnell den Ursprung meines Problems:



Dieser Nagel steckte in meinem Reifen. In knapp 5 Minuten war das Loch gestopft und der Mann rollte mir den reifen zurück zu meinem Auto. Dort montierten wir das Rad und ich fuhr zurück zur Vulcanizare. Ich dachte mir nämlich, dass ich dann lieber gleich auch mal das Ersatzrad flicken lasse, weil beim letzten Mal eben einfach das kaputte Rad mit dem Ersatzrad (keine sorge, es ist ein richtiges Rad) getauscht wurde. Auch hier wurde ein spitzer Gegenstand entfernt und das Loch geflickt.
Und so bin ich mal wieder eine Erfahrung reicher geworden ...

Mittwoch, 17. März 2010

Der Frühling kommt ...

... und die Hälfte meines Jahres im Paris des Ostens ist schon vorbei. Echt krass, wie schnell die Zeit vergeht: Gestern noch im Kloster und völlig neu in Bukarest, heute schon wieder aus Dresden von der Zwischen-Reflexion meiner Entsendeorganisation zurück...
Diese und der viele Besuch den wir hatten ist der Grund, warum ich mehr als ein Monat nix von mir hören lassen habe, was mir leid tut! Ich hoffe ihr habt euch keine Sorgen gemacht und freut euch jetzt umso mehr:

Also vom 18. Feb. bis zum 2. März war ich in Deutschland beim Seminar und davor bzw danach habe ich Urlaub zu Hause im guten alten Tübingen gemacht.

Zurück in Bukarest dachte ich zuerst, der Frühling habe schon begonnen. Ich sollte mich aber täuschen, denn schon am nächsten Tag war es wieder richtig grau. Dieses hin und her von Sonnenschein und Schneesturm wiederholte sich noch ein paar Tage, doch jetzt haben wir seit Samstag recht schönes Wetter :-)
Im Paris des Ostens ging dann nicht nur der Arbeitsalltag weiter, sondern wir hatten auch eine richtige Besucherwelle.
Am ersten Wochenende hatten wir Friedis Schwester als Geburstagsgeschenk einfliegen lassen und außerdem kamen noch 6 Freiwillige nach Bukarest um mit Friedi zu feiern.
Nachdem der letzte Freiwillige am Montag abgereist war, kam am Dienstag schon der nächste Besuch: Zum einen Jojo, den ich am nächsten Morgen sehr früh zum Flughafen fuhr, aber auch die Schwester von Valle (ein Freiwilliger in Tirgu Mures) und ihr Freund. Am Tag ihrer Abreise kam Markus, mein Vorgänger an. Mit ihm konnte ich mich prima über unsere Arbeit austauschen und wir haben auch einige Damen zu 2. erfreut:



Ebenfalls am Donnerstag hat Andi von seinem Freund aus Deutschland Besuch bekommen und so haben wir, wenn wir nicht grade neue Clubs in Bukarest ausprobiert und unsicher gemacht haben, alle zusammen Lasagne gekocht





Am Sonntag Abend sind dann 2 andere Freiwillige, die in Schässburg ihr Zwischen-Seminar haben und aus Kroatien bzw Frankreich angereist kamen, bei uns angekommen, um eine Nacht zu ruhen.
Montag abends ist dann mein lieber Hendrik mit seinem hübschen Besuch aus Deutschland im Vertrauensnest angekommen. Da wir jetzt schon Experten waren gab es auch nochmal eine Lasagne



Heute sind dann alle 3 verbliebenen Gäste abgereist und ich werde mal wieder nur mit Friedi in unserer Wohnung schlafen. Ich hoffe, ich bekomm keine Angst, weil es plötzlich so ruhig ist ;-)
Ich muss aber sagen, dass Besuch zu haben trotz allem anstrengender ist als ich erwartet habe....

Auch am Arbeitsplatz habe ich sehr interessante Erfahrungen gemacht:
Zum einen habe ich genau an dem Tag zu einer rumänischen Familie mit 5 Kindern (alle schon über 17 Jahre) Holz gebracht, an dem die ältetste (27) frisch standesämtlich getraut war. Dh es waren auf engstem Raum 20 oder mehr Leute versammelt die zusammen feierten. Es wurde ausgelassen getanzt und nachdem ich mir nicht sicher war, ob es angebracht ist, dass ich dem Paar die Show stehle, habe auch ich meine Tanzkünste zum Besten gegeben ;-) Es war wirklich eine riesige Gaudi mit super Stimmung und zu meiner Verwunderung habe ich kaum Leute Tiuca, Bier oder anderen Alkohol trinken sehen, was ich bei einer rumänische feier eigentlich erwartet hätte. Andererseits habe ich mich dann selbst doch irgendwie leicht angeheitert gefühlt, obwohl ich eigentlich nur Cola getrunken habe....es muss wohl eine gute Mischung gewesen sein....

Außerdem wird der Kontakt mit den alten Damen immer intensiver, was wirklich nicht immer ganz leicht ist, mir aber bewusst macht, wie wichtig meine Arbeit ist und mich einiges lehrt. Einige Damen waren von dem was sie mir gesagt haben so gerührt, dass sie sogar geweint haben, aber trotzdem sehr dankbar waren, dass ihnen jemand zugehört hat und ihnen eine Hand gereicht hat.
Obwohl ich ja jetzt schon eine Weile mit alten Leuten arbeite, glaube ich, dass man sich nicht vorstellen kann, was wirklich in ihnen vorgeht, wenn man noch so jung und unbeschwert wie ich durch die Welt geistert....

Bei all dem Besuch und meiner Arbeit habe ich es trotzdem auch geschafft in meiner Freizeit "produktiv" zu sein und habe pünktlich zum Frühlingsbeginn einen Frühjahrsputz gemacht, dh mein Zimmer enträumt, den Teppich geklopft und je einmal trocken und nass gewischt...





Auf meine letzten 6 Monate zurückblickend muss ich auf jeden Fall sagen, dass es eine unvergessliche Zeit für mich war, in der ich mehr gelernt und erfahren habe als jemals zu vor!
Ich freue mich auch, dass ich mich für Rumänien entschieden habe, denn ein FSJ im Osten ist eben doch etwas besonderes!
Im Sommer hoffe ich dann das Land und die Leute noch besser kenne zu lernen und ich freue mich auf eine geile 2. Halbzeit...

Dienstag, 9. Februar 2010

Ein richtiger Winter

1) Wochende in Sfantu Gheorghe

Weil es mir in Bukarest nicht kalt genug war (-15°C) und weil ich es schon länger mal vor hatte, habe ich Jojo, einen anderen Freiwilligen (siehe auch in früheren Einträgen), ein Wochenende lang bei ihm in Sfantu Gheorghe besucht. Am Freitag nach der Arbeit bin ich mit Zug -bei dem Wetter wollte ich lieber nicht trampen- losgefahren. Bis Brasov war ich mit einem älteren Pärchen und einer Studentin im Abteil, auf deren Laptop ich "The Hangover" geschaut hab. Das letzte Stück, dann mit einem kleinen Jungen, der mir ganz stolz von seinen Abenteuern im Schnee erzählt hat und seiner Mutter. Der junge hatte seinen Hamster in einem Schukarton dabei und zu dem hatten sie auch noch sehr viele Tüten, Taschen und Rucksäcke. Meine Vermutung ist, dass sie zur Großfamilie gefahren sind und dort einen "Kleider-Bazar" machen wollten ;-)
Dann kam ich auch endlich an. Jojo erwartete mich schon mit einem Freund, der uns mit dem Auto ins Malteser-Haus/ Jojos Wohnung fuhr. Dort legte ich meine Tasche ab und dann gingen wir zu Theresia und Barbara und ein paar ungarischen Freunden von Jojo in eine Kneipe. Ah und ja, ihr habt richtig gehört "ungarische Freunde", obwohl wir in rumänien sind. In Sf. Gheorghe ist aber die ungarische Minderheit im Vergleich zu den Rumänen die Mehrheit und daher ist auch normal Ungarisch zu sprechen, auch wenn alle auch Rumänisch verstehen, kommt man sich komisch vor, weil man irgendwie spürt, dass das nicht so erwünscht ist.Dort in der Kneipe tranken wir ein Bier und holten uns etwas zu Essen von der Snack-Bude neben an.
Gestärkt gingen wir dann zusammen in einen Club. Dort haben wir dann auf echt coole Musik gatanzt und uns in den Käfigen "ausgetobt"...



Zu Hause haben die Mädels und ich dann noch "Jumper" angeschaut und sind dann ins Bett. Den nächsten Tag haben wir gemütlich angehen lassen. Wir haben gegessen, diskutiert (unter anderem über "Triebe", ein Thema, das vor allem Theresia immer und immer wieder ansprach xD) und ich habe weiter Leute "How I ..." süchtig gemacht :-)
Am späten Nachmittag waren wir dann Schlittschuh laufen. Es war ganz nett, aber in Bukarest hat es mir deutlich besser gefallen, denn ich hatte zu kleine Schuhe (die größten, die es gab), die Eisfläche war kleiner und voll von verrückten Kinder, die ganz interessante Spiele spielten, wie zB Fangi mit Umholzen oder möglichst schnell, frontal gegen die Bande fahren.
Dann gingen wir eine heiße Schoki trinken



und danach trafen wir uns mit Robi, Jojos bestem Freund, der (fast) perfekt Deutsch spricht (hat er beeindruckender Weise zum größten Teil nur aus Zeichentrickserien gelernt), in einer Bar und haben etwas getrunken. Ab 22Uhr hatten wir dann einen Tisch in einer Bar, wo eine Karaoke Party stattfand. Dort haben wir dann auch Pizza bestellt, denn es gab bei 2 Bestellungen eine Salami gratis. Es war ein großer Spass, denn wir sangen Klassiker wie "Barbie Girl" (Jojo Ken und ich Barbie), "Shala la la la"



(Bild oben: Jojo, Robi, ich und Atilla, ein weiterer Freund von Jojo) und ich versuchte mich auch bei den ungarischen Lieder mitzusingen. Robi meinte, ich sei ziemlich gut für jemanden, der kein Plan von Ungarisch hat :-)
Am Ende haben wir dann eine Flasche Weit für "den Tisch mit der besten Stimmung" gewonnen. Als die Bar zu gemacht hat, hatten wir noch nicht genug gesungen, daher bauten wir im Malteser-Haus mein Laptop auf und sangen fröhlich weiter... um 5Uhr morgens mussten wir dann aber ins Bett, weil am nächsten Morgen war noch volles Programm angesagt:
Ganz untypisch für Deutsche kamen wir ein bisschen zu spät, was aber nicht weiter schlimm war und wanderten dann durch den Schnee auf einen Hügel neben der Stadt,



um dort eine Mischung aus Baseball und Brennball zu spielen. Wir waren ca. 30 Mann und spielten bis 15Uhr.



Zurück bei Jojo habe ich mich dann noch ein bisschen aufgewärmt und bin dann mit dem Zug wieder zurück nach Bukarest..... ein echt geiles Wochenende! Danke an alle Beteiligten!


2) Winter in einer Großstadt = Chaos

Nachdem es in Bukarest erst so schien, dass es sich ausgeschneit hat, hatten wir am Samstag abend einen kleinen Schneesturm und es zog sich dann mehr oder weniger bis Sonntag Abend durch. Deswegen konnte ich montags auch nicht mit dem Auto von meinem "Parkplatz" auf dem Bürgersteig vor unserem Block los



und habe daher das Essen auf Rädern mit einer großen Tasche und meinem Rucksack und den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgetragen. Da ich aber von meinem lieben Lorenz, der wegen des Schnees nicht nach Hause konnte und ein verlängertes Wochenende machen "musste", begleitet wurde, war es ein großer Spass :-)




Am Montag Abend haben Lorenz und ich dann noch wie 2 echte Hausmänner lecker für Friedi und Juliana gekocht...





Ah und bevor ich es vergesse! Ich kann stolz verkünden, dass ich auch einen weiteren Star des rumänischen Radios, Connect-R, live gesehen habe. Wir waren nämlich am Freitag abend in einem Society Club, wo wir zwar keine Eintritt aber dafür -für rumänische Verhältnisse- sehr teure Getränke kaufen mussten.


Es tut mir leid, dass ich so lange nix von mir hören lassen habe, aber dafür wars ja jetzt recht viel...

Sonntag, 24. Januar 2010

Neues von der Front

Ich habe auch von diesem Wochenende noch ein paar Dinge zu berichten:

Am Freitag musste ich spontan schon um 14Uhr von der Arbeit zu Hause sein, denn der Handwerker, der uns neue Wasseranschlüsse/ Leitungen machen sollte, hat länger als erwartet gebraucht, da er erst das Bad und dann die Küche komplett "auseinander genommen hat". Aber jetzt ist alles neu und wir können, falls nocheinmal etwas passieren sollte, unser Wasser selber abstellen.
Dann habe ich noch zusammen mit dem Handwerker die alte Waschmaschine brutal in den Hinterhof gestoßen, wo wir sie "für die Zigeuner" gelassen haben. Nach einer kurzen Essenspause wurde ich dann angerufen, dass ich die andere Waschmaschine holen kann. Seit Freitag Abend haben wir also eine funktionsfähige Maschine (schon 3 Durchläufe gemacht) :-)
Der Abend wurde dann noch durch einen Besuch von Juliana (pentru toti, care inca nu stiu: Ea este iubita mea) abgerundet :-)

Am Samstag war ich dann zusammen mit Friedi und meinem Auto Großeinkauf machen. Wir haben uns neben Essen und Trinken in rauen Mengen zB auch eine Wäschespinne gekauft.
Dann haben wir zum ersten Mal richtig schön gekocht: Nudeln mit einer Sahne-Hühnerbrust-Pilz-Zwiebel-Soße. Als Beilage gab es einen Tomaten-Zwiebel-Salat mit Olivenöl Es war sehr lecker und vor allem viel...



Dann haben wir noch Großputz gemacht und alles Sachen verstaut. Danach habe ich mich richtig wohl gefühlt!

Heute habe ich den Nachmittag damit verbracht mit dem Mann, der die Altnehilfe sehr unterstütz (unter anderem zahlt er mein Taschengeld) erst gemeinsam Essen zu gehen (wir haben sehr edel in einem chinesischen Restaurant in einem amerikanischen Hotel gebruncht) und dann gemeinsam eine Dame zu besuchen.
Heute Abend war ich zusammen mit Juliana und einer anderen gemeinsamen Freundin im Parcul Cismigiu bei -12°C Schlittschuh laufen:



Und danach bei KFC zum Essen eingekehrt.

So jetzt geh ich dann auch mal schlafen und freue mich auf eine schöne Woche!

Montag, 18. Januar 2010

2 Wochen im neuen Heim

Heute bin ich schon seit genau 2 Wochen in meiner neuen Wohnung und sie wird immer heimischer und langsam aber sicher wird sie auch "eingeweiht".
So hatten wir zB schon Besuch von 10 anderen Freiwilligen aus ganz Rumänien (Sibiu, Tirgu Mures, ...). Wir waren also zeitweise zu 12. bei uns im Apartment und haben gemeinsam ein Wochenende verbracht.



Abends waren wir bis in die morgen Stunden in der Stadt, dann wurde so gut es ging ausgeschlafen, leccker gefrühstückt und dann durch die Stadt geschlendert.







Weil die anderen "Gäste" in Bukarest waren und daher möglichst viel sehen wollten, habe ich jetzt auch selber endlich mal den "Palatul Parlementului" (nach dem Pentagon das 2. größte Gebäude der Welt) von Innen gesehen. Für einen "Studenten" wie mich ist der Eintritt frei. Wir haben eine gute Stunde eine solide Führung auf Englisch bekommen und mich hat vor allem die unglaubliche Größe beeindruckt; ansonsten war es jetzt nicht so prunktvoll wie erwartet. Außerdem hatte ich auch gedacht, dass Ceausescu dort wohnen wollte. Abgesehen davon, dass er den Palast selber nie fertiggestellt erlebt hat (es wird immer noch daran gebaut), gab es außer einem eigenen Büro keine Zimmer speziell für ihn.



Blick vom Boulevard auf den Palast



Blick aus dem Fenster auf den Boulevard


Außerdem war ich mit Friedi bei IKEA und wir haben unsere Küche mit dem Nötigsten (Topf, Pfanne, Teller, Gläser, Tassen, Besteck, ...) eingedeckt. Auch meine Kleider sind seitem nur noch vereinzelt in meinem Koffer. Der Großteil ist jetzt in einem preiswerten Schrank (aus Stahlstangen und Zeltstoff).



Unsere Küche



Unser Flur



Mein Zimmer vom Balkon her (andere Richtung wie letztes Bild)


Gestern Abend wollten wir dann auch unsere Waschmaschine "einweihen" bzw ausprobieren. Das ist leider ein bisschen nach Hinten losgegangen, aber wir konnten
noch darüber lachen und haben wertvolle Erfahrungen gesammelt :-)

Heute war schon der Klemptner da und wenn alles gut läuft bekommen wir eine andere neue, alte Maschine. Denn so in ca. 1 Woche sind meiner "Kleiderreserven" dann aufgebraucht....(aber keine Sorge Mama, ich habe genug ;) und sonst findet sich eine Lösung!)

Mittwoch, 6. Januar 2010

Wieder in Bukarest und schon umgezogen

Eine richtig schöne Zeit daheim ist nun zu Ende-danke an alle!!!

Seit Samstag Abend 20.35 Ortszeit bin ich wieder wohlbehalten in Bukarest. Seit dem ist schon einiges passiert:
Samstag Abend bin ich angekommen, habe mich geduscht und bin gleich wieder mit Florin und 3 anderen Jugendlichen in einen Club gegangen.
Am Sonntag habe ich dann ausgeschlafen, bin zum Mittagessen und dann habe ich all mein Hab und Gut in 1 großen Koffer, 1 Sporttasche, 2 Rucksäcke und diverse Tüten gepackt.
Am Montag war dann der große Tag des Umzuges. Aus meiner "Großfamilie" im Kloster, wo ich wohlbehütet wurde, also immer fertiges Essen bekam und meine Wäsche gemacht wurde, bin ich jetzt in meine "Freiwilligen-WG" gezogen. Hier habe ich sehr viel Platz, mehr Privatsphäre (eigenes Zimmer)



und keinen Schimmel an den Wänden ;-)
Als dann am ersten Abend mein letzter Besuch (Andi), mit dem ich zuvor noch wie ein Gourmet geschmausst habe,



gegangen war, habe ich mich in mein Bett bzw auf meine Matzratze gelegt und versucht zu schlafen. Leider ging das net so schnell wie erhofft, denn ich hab mich nicht nur ungewohnt alleine gefühlt, sondern es war vor allem ungewohnt heiß im Zimmer.
Die 2. Nacht habe ich dann nicht alleine verbracht, sondern mit Friedi (meine Mitbewohnerin in der Mitte), ihrer Schwester (rechts) und Andi.




So und jetzt steht mir die 3. Nacht in meinem neuen Reich bevor...