Dienstag, 15. Juni 2010

Urlaub in Spanien - Das große Wiedersehen

10 Tage habe ich Urlaub in Spanien gemacht und zwar in Valencia und in Madrid zusammen mit meinen Jungs Jones, Jasper und Johannes.



Es war eine tolle Zeit und auch wenn es nicht im Paris des Ostens oder Rumänien war, möchte ich ein bisschen berichten...:

Die Ankunft in Valencia war eher trist, denn ich war bei Sonnenschein in Bukarest losgeflogen und kam bei bewölktem Wetter leichtem Regen an. Aber als ich aus der Metro ausstieg und Jonas und Johannes sah, war die gute Laune wieder da. Nach ein paar kräftigen Umarmungen und der Feststellung, dass ich mittlerweile größer als Johannes bin ;) ging es dann zu Jonas nach Hause.
Dort fühlte ich mich sofort wohl, denn es war ein geräumige Freiwilligen-Wohnung,



wo ich sorglos erstmal mein Hab und Gut ablegen konnte. Dann wurde gekocht und dann machten wir noch einen Spaziergang in die "Future-City" (offiziell: "Ciudad de las artes y las cienas") und genossen ein Bier vom deutschen Stand auf einem Länder-Festival.







Danach besuchten wir noch ein paar Au-pairs aus Deutschland und feierte den Geburtsag der einen.

Am Freitag, dem 2. Tag, schliefen Johannes und ich aus, während sich Jones zur Arbeit quälen musste. Dann machten wir uns auf zum Strand und später in die Stadt...






Am frühen Abend trafen wir dann Jonas in der Stadt und bekamen eine kleine Führung durch die Altstadt inklusive eines Kaffees auf dem "Jungfrauen Platz" und einer Turmbesteigung mit toller Aussicht.





Nachdem wir uns etwas zu Essen beim Chinesen geholt hatten, bemerkten wir, dass die Zeit schon vorangeschritten war und wir mussten ja noch "Vorräte" für den Abend kaufen...

Nach der Ankunft des letzten im Bunde, Jasper, sollte einem schönen Abend nix mehr im Weg stehen...einziger Minuspunkt: die Musik im Club war viel zu leise :(

Am nächsten Tag gab es ein leckeres und ausgiebiges Frühstück und dann gab es einen gemeinsamen Strand-Tag.



Dann lernte ich die Spanische Art zu feiern kennen:

1)Optional: Vorschlafen (falls die letzte Nacht zu lang war)
2)Spätes Abendessen (ca. 22-23h)
3)Vorparty in einem Club
4)In den eigentlichen Club feiern gehen

Im Vorclub kam super Musik (der gute alte Mainstream :) ) und im "richtigen" Club legten "Make the girls dance" auf.....so kamen wir alle gut gelaunt und voller Energie zu Hause an. Nur Johannes hatte einen Müdigkeitsschub ;)



Am Sonntag wurde ausgeschlafen und Abends waren wir dann traditionell Paella essen und Wein trinken.
Dann gab es eine Vorrübergehnde trennung von Jasper, der Montags wieder in Madrid arbeiten musste...

Montags war dann Jonas wieder arbeiten (an dieser Stelle ein großes Lob an meine 2 Jungs, die immer tapfer gearbeitet haben und trotzdem mit mir das Leben genossen haben!), während wir wieder kurz an Strand gingen und dann noch shoppen in die Stadt, wobei ich weniger erfolgreich war, weil die Spanier nicht auf so großem Fuß wie ich leben ;)



Den Abend verbrachten wir mit einem Picknick auf den Treppen des schönsten Platzes der Stadt



Dienstag hieß es dann Abschied von Johannes nehmen und ich musste ganz alleine durch die Stadt ziehen



und am Strand warten bis Jonas zu mir kam.
Wir genossen es noch am im Sand in der Sonne am Strand zu liegen und im Meer zu baden, bevor wir uns gemütlich in die Stadt für unseren letzen Abend in Valencia aufmachten.
Nachdem wir gemütlich Bier auf unserem Lieblingsplatz



getrunken hatten, zogen wir noch in 2 Clubs und tanzten wie Justin Timberlake...;)


Am Mittwoch schafften wir es dann genau rechtzeitig zum Bus nach Madrid ....



Dort wurden wir dann von Jasper am Bahnhof abgeholt, durften seine Wohnung sehen und dann gings in der JuHe einchecken, weil wir in seiner Wohnung nicht so hausen konnten wie bei Jonas und Benni (sein sehr netter Mitbewohner) in Valencia, was unter anderem an weniger Platz und an einem Frettchen sowie seinen Besitzern lag....
Dann zogen wir bei leider eher schlechtem Wetter noch ein bisschen um die Häuser und bekamen einen ersten Eindruck von Madrid.





Donnerstags hab ich mich dann zusammen mit Jones durch Madrid treiben lassen und es schwemmte uns ins Prado. Dort wurden wir von unglaublich viele und zum Teil auch riesige Gemälde überflutet, von denen einige den Namen "(Jung)frau und Kind" hatten....



Abends wollten wir dann noch gemütlich was trinken und essen, aber es wurde dann doch eine längere Kneipentour bzw Clubsuche. Abgerundet wurde alles mit einem leckeren Nacht-Snack bei der Pizza-Bäckerei mit Monopolstellung direkt am Sol.
Zu unserer Verwunderung konnten wir dann aber nicht mehr in unser Hostel zurück, weil ein Gitter vor der Türe war, das wir mit unseren Chipkarten nicht aufmachen konnten.....also rannten wir zurück zu Jasper, der uns Einlass gewährte. Nach 2 erholsamen Stunden, brach Jasper zur Arbeit auf und wir begaben uns zum ausschlafen ins Hostel...

Freitags ließen wir uns wieder durch Madrid treiben und kamen zum Plaza Major, zum Königspalast



und ins "Museo de Arte Reina Sofia", wo wir Bilder von Picasso, Dali, Miro und anderen bewunderten. Zur "modernen Kunst" im Erdgeschoss fehlte uns beiden noch der nötige Zugang...
Außerdem waren wir in einem Bahnhof, der an einen botanischen Garten erinnerte



Dann speißten wir noch traditionell bei Burger King und begaben uns zurück ins Hostel zum Vorschlafen.
Um 22Uhr holten wir dann Jasper ab und brachen langsam auf. Nach ein paar Bocadillos im "Museo de Jamon" (Schinkenmuseum)



ging es zu Freunden von Jasper, von denen einer seinen letzten Abend in Madrid hatte. Mit dieser Gruppe zogen wir ein bisschen um die Häuser, unser wahres Ziel das "Teatro Kapital" ließen wir aber nicht aus den Augen! Nur Jasper ließ sich für eine kurze Zeit vom "Tuperware" blenden ;)
Im Kapital genossen wir es dann schließlich noch auf 7 floors zu feiern und vor allem die riesige Wind-und Nebel-Kanone bereitete uns große Freude :)



So konnten wir dann am Ende alle glücklich und zufrieden einschlafen....

Am Samstag schliefen wir nachdem wir im Hostel ausgecheckt hatten erstmal noch bei Jasper weiter aus. Dann verbrachten wir ein bisschen Zeit damit unsere Computer- und Internetsucht zu befriedigen und brachen dann in die Stadt auf, um einen gemütlichen letzten Abend zusammen zu verbringen.
Um 1Uhr hieß es für mich dann leider Abschied nehmen,



damit ich noch mit der Metro zum Flughafen fahren konnte, da meine Geldreserven nicht mehr für ein Taxi ausreichten. Es klappte alles genau wie geplant, doch beim 2. Mal umsteigen fuhr dann doch plötzlich schon keine Metro mehr. Das war natürlich nicht optimal, aber da ich in Rumänien gelernt hab, dass man irgendwie immer ans Ziel kommt, blieb ich erstmal gelassen und fragte mich durch...
So fand ich einen Bus, mit dem zum Glück auch eine brasilianische Gruppe, die ebenfalls die Metro nicht mehr bekommen hatte, fahren wollte. So reichten dann auch meine letzen Euros aus, um meinen Anteil für das Taxi von der Endstation bis zum Flughafen zu bezahlen. Dort kam ich dann müde und mit nur noch 13 cent in der Tasche an. Aber ich war mehr als rechtzeitig und hatte es geschafft, also legte ich mich erstmal neben einer Säule zur Ruhe ...



Sonntags früh flog ich dann zurück nach Bukarest, wo ich beim Aussteigen aus dem Flieger erstmal
ins Schwitzen kam, denn hier wurde ich von 36°C und strahlender Sonne erwartet...


Mein Urlaub in Spanien war eine wundervolle und gelungene Zeit und ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe!
Danke, Jungs, für diese super Zeit! Und ihr wisst, dass euch das Lebkuchenhäuschen jederzeit offen steht :-P

Sonntag, 30. Mai 2010

Besuche aus Deutschland

In den letzten Wochen hatte ich Besuch von 2 lieben Leuten aus Deutschland: Erst war Frieder ein Wochenende da und dann meine kleine Schwester für eine Woche.

Das Wochenende mit Frieder ging leider unglaublich schnell vorbei, aber wir haben die kurze Zeit mit einem abwechslungsreichen Programm gefüllt. Wir haben das Bukarester Nachtleben genossen, waren traditionell rumänisch Essen, haben den Palast besucht, sind durch Bukarest spaziert, haben ausgiebig gelacht und haben sogar Basketball gespielt. Jemand musste den Rumänen ja mal zeigen, wie das geht ;)


Nach nur einem Tag alleine kam dann auch schon Mira an.
Gleich am ersten Abend hatte auch sie die ehre in dem Restaurant Bukarests
traditionell zu essen (Sarmala cu mamaliga si branza) und lernte auch gleich Andi kennen.
Am nächsten Tag besuchten wir gemeinsam eine meiner Omas hier und Mira bekam ihren ersten Einblick in meine Arbeit. Dann musste ich noch den Fahrer spielen und Mira vertrieb sich solange die Zeit in einer Shopping-Mall.
Am Freitag brachen wir dann nach einem ausgiebigen Frühstück trotz eher mittelmäßigen Wetteraussichten (Bewölkt und einzelne Regenschauern) ans Schwarze Meer auf...
Als wir in Mamia aus dem Maxi-Taxi stiegen, dachte ich erst, dass wir zu optimistisch gewesen waren, denn wir kamen in einem Platzregen an... so standen wir dann nass und orientierungslos in Mamia unter einem "Unterstand"



Dann gings erstmal ins nächste Restaurant etwas essen und uns orientieren. Als es aufgehört hatte zu regnen gingen wir in Richtung Strand, um uns eine Unterkunft zu suchen.
Das zweite Hotel sagte uns dann zu und so bezogen wir unsere Zimmer. Von unserer Therasse aus hatten wir dann schon einen Recht schönen Blick und konnten ahnen, wie es hier bei gutem Wetter ist.



Wir machten dann noch einen Strandspaziergang und aßen noch eine ciorba in dem Strand-restaurant direkt vor unserer Türe.



Dann legten wir uns schlafen und hofften, dass das Wetter weiter besser werden würde.
Am nächsten Morgen wachten wir auf und sahen aus unserem Zimmer das Meer und die Sonne schien schon. Während eines sehr leckeren Frühstücks mir guter laune Musik



verzogen sich dann auch die letzten Wolken und ein schöner Strand-Tag begann...

Bis auf eine kleine Reisgruppe, die für 5 Minuten an den Strand kam



hatten wir schön viel Platz und Ruhe



Wir waren auch im Meer, aber wirklich schwimmen konnten wir noch nicht, obwohl die Sonne doch ziemlich heiß war, so dass uns unsere Haut das Fehlen der Sonnencreme auch nicht verzeihen wollte ;)

Am späten Nachmittag waren wir dann noch zusammen shoppen und fanden beide passende Sachen. Es war schon fast schwer nicht noch mehr zu kaufen, weil man von 2 Stücken immer nur das teurere bezahlen musste....

Dann gönnten wir uns noch eine Pizza und ein Cocktail in einem Strand-Restaurant, in dem wir auf Hollywood schaukeln saßen und einen sehr niedlichen Kellner hatten, der vor lauter Aufregung sogar gegen die Glastüre lief :)

Zurück im Hotel musste ich dann meinen Pflichten als Mann nachgehen und widmete mich dem Champions-League-Finale, was leider nicht so erfreuend war...



Nach einem weiteren Frühstück in unserer "Stamm-Bar"



ging es dann wieder zurück nach Bukarest.
Dort statteten wir dann einer Dame noch einen Besuch ab, weil sie mich angerufen hatte und kein Wasser und Brot mehr hatte.... so musste Mira auch sehen, dass ich nicht von allen Omas hier mit Kaffee und Kuchen empfangen werde.

Den Pfingstmontag verbrachten wir dann bei schönem Wetter in Bukarest im Park, schauten das Parlement an und trafen uns mit Andi und seinen Eltern.





Diensatg und Mittwoch durfte Mira mich noch bei der Arbeit begleiten und wir kochten sehr lecker zusammen



und dann war unsere gemeinsam Woche auch schon zu Ende....


Ich hatte eine wirklich tolle Zeit und es war schön Leute aus Tübingen zu sehen !!

Samstag, 8. Mai 2010

Dienstreise nach Piatra Neamt und Sommersaison-Eröffnung in Vama Veche

So meine Lieben, jetzt habe ich schon etwas länger nix von mir hören lassen, aber ich war viel unterwegs...
Erst war ich für 3 Tage auf einer Dienstreise in Piatra Neamt und dann habe ich die Sommer-Saison in Vama Veche eingeläutet.

Nach Piatra Neamt bin ich mit Felicia vom katholischen Hilfsverein gefahren, um dort beim aus-und einladen der Hilfslieferung zu helfen.
Einen Nachmittag fuhren wir mit dem Zug nach Piatra Neamt. Ein einschlägiges Erlebnis gab es gleich zu Beginn der Fahrt:
Der Zug stand noch im Bahnhof, als ein Bettler den Gang entlang gekrochen kam dessen Beine gelähmt waren und der sich unkontrolliert am Ohr kratzte. In dem Moment als sich Felicia gerade überlegt hatte, ihm etwas zu geben, fuhr der Zug an und der Bettler sprang sofort auf und rannte zur Türe, um noch aus dem Zug zu springen...
Die Fahrt über verbrachte ich dann schlafend, plaudernd und lesend und so vergingen die guten 6h recht zugig.
In Piatra Neamt wurde ich zu einer Schule, in der auch das deutsche Forum ist, gefahren und Felicia wurde von ihren Freunden abgeholt.
Mein Zimmer war super bis auf die Kälte und die ungewohnte Einsamkeit.
Am nächsten Morgen wurden wir dann mit dem Auto von Felicias Freund durch Täler zu Klöstern, Kirchen und Staudämmen gefahren, was sehr schön war. Leider hatten wir aber kein Glück mit dem Wetter.







Nach einem echten rumänischen Mittagessen (Schnaps, salata de beuf, ciorba de perisoare und sarmale) bei den Freunden ging es dann zum LKW entladen...





Der ursprüngliche Plan war eigentlich, unseren Anteil von dem großen LKW direkt in den kleine LKW zu laden, aber der kleine sollte erst spät in der Nacht kommen. Wäre ja auch wirklich zu deutsch gewesen, wenn das geklappt hätte ;) und außerdem hatte ich so noch einen weiteren Abend in Piatra Neamt, an dem ich von einem Bischhof aus der Republik Moldau zum Abendessen eingeladen wurde.



Das war wirklich ein großer Spaß! Es gab gutes Essen und Trinken, Musik und wir haben sogar "traditionell" Rumänisch getanzt. Für mich war es eher ein Kreis, der immer wieder zusammen und wieder auseinander gegangen ist ;)
Am nächsten Morgen beluden wir dann unseren kleinen LKW und fuhren zurück nach Bukarest...



Dann noch alles ausgeladen im Verein und dann nach Hause schlafen.

Am nächsten Tag (Freitag) ein normaler Arbeitstag und dann gings am späten Nachmittag zusammen mit Andi per Anhalter spre Constanta.
Wir sollten aber Glück haben und unsere Mitfahrgelegenheit fuhr uns direkt bis nach Vama Veche, obwohl das für ihn eigentlich ca. 40Km mehr waren.
In Vama Veche erwartete uns eine riesige Party mit unglaublich vielen Leuten, Zelten und sogar einer großen Bühne direkt am Strand.





Außerdem waren auch schon einige anderen Freiwilligen aus ganz Europa dort und auch am Samstag sollten noch andere eintreffen.



Schlafen konnten wir in einem Iglu-Zelt, in das wir mit offenen armen Empfangen wurden :)
Die erste Nacht verbrachten wir damit den Strand und die verschieden Bars zu erkunden und Leute kennen zu lernen, so dass ich sogar ganz vergaß noch etwas zu essen. Am Samstag Morgen wurde ich von strahlender Sonne, die es im Zelt fast schon zu warm machte geweckt, aber zum Glück hatte ich einen Stroh Hut und Andis Sonnenbrille schon an ;)
Dann gab es erstmal auf einem Handtuch direkt am Meer ein ausgewogenes und zugleich deftiges Frühstück, wir lagen in der Sonne und sprangen für eine kurze Zeit auch ins Meer, das wirklich noch sehr kalt war.



Abends sind wir dann mit ein paar Leuten Fisch-Essen gegangen. Der Fisch war gut und man konnte sehen, wie er gegrillt wurde, aber wir sind nicht wirklich satt geworden und wurden warscheinlich um ein paar hundert Gramm übers Ohr gehauen. Einige wurmte das sehr, aber ich dachte mir nur "asta e viata" ;)
Grade als die nota de plata kam schien das Konzert zu beginnen und so rannte ein Großteil schon zur Bühne, während ein paar zurück blieben.
Aber auch wir kamen dann noch rechtzeitig bei der Bühne an, um 2 Bands zu hören. Leider war die Band "Vama Veche", die ich vor 11 Jahren schonmals dort gehörte hatte nicht dabei und ich musste auch erfahren, dass sie sich getrennt haben und nur noch "Vama" heißen.
Nachdem immer mehr Leute gingen und nicht wieder kamen, wollte auch ich mal eine Runde drehen, um vielleicht wieder jemanden zu finden. Und da begann der Abend eine Wendung zu nehmen ....
Ich ging zurück zu unseren Zelten, wo ich meinen Rucksack nicht an der gewohnte Stelle fand, also begann ich in "unserem" Zelt zu suchen, woraufhin mich der polnische Freiwillige auf die Schulter klopfte und fragte "what are you doing here" und auch ein Mädel von einem anderen Zelt "do you know this guy". Sie kannte mich und ich erklärte ihm, dass ich mein Rucksack suchen würde. Dieser wurde knappe 10 min vor meinem Eintreffen geklaut und der polnische Freiwillige, der sich vor dem Zelt schon hingelegt hatte, war zu langsam gewesen und auch "Kurt", die in dem Moment eigentlich in unserem Zelt war und erst dachte Hendrik suche etwas mit seiner Taschenlampe, konnte nix mehr machen.
Also war meine Laune erstmal dahin und ich ging mit Henrdik und seiner Lampe den Strand ab, in der Hoffnung, dass ich vielleicht wenigstens noch ein paar T-Shirts wieder finden würde...aber Fehlanzeige.
Auch den Rest der Truppe wollten wir nicht wirklich finden. Nur Hendriks 2 verschollene Freundinne konnten wir unter anderem mit Hilfe des "Rettungschwimmer-Ausichtturms" wieder finden...
Daher legte ich mich dann zur Ruhe.
Am nächsten Morgen war ich also auch schon recht früh wach und beschloss noch einmal den Strand abzulaufen und nach meinen Sachen zu suchen.
Als ich so ohne wirkliche Hoffnung, schlecht gelaunt und doch noch etwas müde am Strand entlang schlenderte, traute ich meinen Augen nicht: Da stand doch glatt einer der Fischer mitten beim Fische auseinander nehmen in MEINEM lieblings-Shirt.... Um sicher zu gehen ging ich noch ein paar Schritte näher und erkannte auch die Brandlöcher, also kein Zweifel, es war meins.
Ich geh also hin und sag ihm, dass er mein T-shirt hat, woraufhin er mich in eine der Hütten zu seinen Kollegen führt, wo auch noch meine short und ein paar andere Sachen waren. Sie hatten sie wohl am frühen morgen im Gras gefunden. Er war so "gnädig" und gab mir mein T-shirt zurück und mit meinen Sachen unterm Arm ging ich zurück zu den Zelten...
Dort verarbeitete ich erstmal das erlebte und überlegte mir mein weiteres Vorgehen: War ich zu nett und zurückhaltend gewesen? Hatten sie vielleicht all meine Sachen, auch den Rucksack? Aber wären sie dann wirklich so dreist das Shirt gleich zu tragen? Würde Kurt oder der polnische Freiwillige den Mann erkennen?
Ich musste mal wieder feststellen, dass man sich ganz anders verhält, wenn man eine Sprache nicht wirklich perfekt kann.
Nachdem ich auch nochmal mit den anderen gesprochen hatte, gingen wir nochmals zu den Fischern und fragten, wer die Sachen wo genau gefunden hatte.
So wurden wir immer weiter gelotzt und fanden schon bald im Gras liegend mehr meiner Sachen und schließlich – ich wollte es kaum glauben – fand Andi auch meinen Rucksack....Ich freut mich riesig und vor allem war ich froh, dass der Räuber, nachdem er kein Geld, Handy oder andere Wertsachen gefunden hatte, einfach alles zurück gelassen hatte. Für mich etwas unverständlich, denn so ein guter Rucksack hat ja auch seinen Wert, aber gut für mich ;)
Der Räuber hatte auch wohl eine relativ große Aktion gestartet, denn wir fanden dort oben auf der Wiese einige Taschen, Rucksäcke und Kleider uns sogar Schlüssel. Wir nahmen die Sachen und brachten sie zu den Fischerhütten, damit sie die anderen Leute vielleicht eher finden könnten....
Dann konnte der 2 Strandtag mit super Laune beginnen!



Weils so schön war, habe ich mir auch noch spontan einen Tag Urlaub genommen und konnte so den ganzen Sonntag bleiben :)
Wir machten noch einen Spaziergang nach Bulgarien, der wirklich sehr schön war! Allerdings war das Land an sich nicht sooo besonders wie erhofft ;)





Am Abend gab es noch ein Vertrauensnest am Lagerfeuer und dann sind wir noch richtig schön feiern gegangen! Nach ein paar kurzen Aufenthalten in verschiedene Strandbars, haben wir dann eine mit super Musik gefunden, wo wir lange getanzt haben und riesigen Spass hatten :)
Am nächsten morgen gings nach einem erfrischende Bad im Meer langsam aber sicher zusammen mit Hendrik und seinen 2 Mädels zurück Richtung Bukarest...
Insgesamt war es einfach nur eine richtig geile Zeit in Vama Veche



und auf jedenfall hab ich so die eine oder andere lustige Erfahrung gemacht ;)
Danke an alle!

Sonntag, 25. April 2010

Stadtfest in Sfantu Gheorghe

Nachdem mein Urlaub auf dem Lande kurzfristig abgesagt werden musste, da bei Lorenz leider etwas dazwischen gekommen ist, habe ich dieses Wochenende mal wieder im "Ausland", genauer gesagt bei Jojo in Sfantu Gheorghe verbracht. Das besondere war, dass Stadtfest war



und das wir fast alle ICE-ler versammelt waren.


Am Freitag bin ich nach der Arbeit erstmal mit Metro und Taxi zum Flughafen Otopeni gefahren. Dort ging das trampen los und nach einem kurzen Spaziergang neben der Schnellstraße hatte ich einen guten Platz gefunden und 2 Minuten später saß ich bei einem Paar hinten in einem winzigen Auto. Nachdem Anka, so hieß die Frau, ein Stück vorgerückt war, hatte ich auch genug Platz mit meinen langen Beinen. Dann tuckerten wir gemütlich bis nach Brasov. Leider ist mir erst zu spät die Idee gekommen bis nach Sfantu Gheorghe zu trampen und so wurde ich am Bahnhof rausgelassen. Dort hatte ich den Zug genau verpasst und schlug die Zeit bis zum nächsten mit Essen und Spazieren tot. Doch leider wurde meine Wartezeit um satte 40 Minuten verlängert und zu meiner Ernüchterung musste ich auch noch feststellen, dass der Zug auf den ich wartete genau der war, den ich auch aus Bukarest hätte nehmen können...
So hatte ich zwar keine Zeit, aber ein paar Erfahrungen gut gemacht ;)

Dann gab es noch eine kurze Schrecksekunde, weil ich verträumt aus dem Fenster geschaut hatte und der Zug stand. Doch eigentlich sollte es keinen halt vor Sfantu geben. Also Rucksack gepackt, aufgesprungen und zur Türe gehetzt. Dort wurde ich auch schon von ebenfalls verwirrten ungarisch sprechenden Zigeunern erwartet. Doch es war ein falscher Alarm...

Dann endlich am Ziel. Jojo erwartete mich schon wie auf heißen Kohlen stehend und so liefen wir direkt zum Stadtfest. Auf dem Weg ein paar Leute begrüßt (Jojo kennt wirklich viele ;) ), ein Bier-2-GO für nur knapp 65 ct gekauft und dann haben wir den Rest der Truppe beim Malteser-Zelt neben der Hauptbühne getroffen.
Von dort hatte man eine schöne Sicht auf die Masse und auch die Bühne




So genossen wir noch das Konzert von "Magna cum laude" bevor wir zum Party-Zelt aufbrachen. Dort wurde getanzt und Theresia und Barbara hatten mal wieder ohne den Finger zu krümmen einen Haufen Männer um sich gesammelt. Das Kommunizieren und Nummern austauschen hat dann aber eher Hendrik übernommen...

Gegen später ging es für JoJo, Natalie und mich noch in die alte Post, wo eine Drum and Bass Party war, während die anderen schlafen gingen.

Der nächste Tag war dann erstmal von Gemütlichkeit geprägt. Wir frühstückten, schauten How I, redeten und kochten uns leckere Spaghetti.




Dann gab es eine nette Gesprächsrunde bis uns Jojo, der arbeiten war anrief...

Wir schlenderten durch die Stadt an vielen Ständen vorbei, kauften uns Baumstritzel ("körtösch-kolak" oder so auf Ungarisch) und was besonders zur guten Stimmung beitrug: Sonnenbrillen



Für nur je 10 Lei (2.5€) konnten wir uns diesen Spass leisten.
Dann durfte Jojo noch unsere Schuheputzen, was wir mit einer kleinen Spende an die Malteser dankten.




Da wir bis zum größten Event, dem Bad Boys Blue Konzert noch etwas Zeit hatten, schlenderten wir noch umher und genossen ein paar Mici mit Bier auf einer Bank.





Dann kam der Große Moment ....

Video:

Ich muss jedoch sagen, dass sogar mir -und ich bin ja jemand dem solche Musik gefällt- es zu eintönig war. Den Spass ließen wir uns nicht nehmen und gingen nochmals ins Party-Zelt.



Diesen Abend tauschten Hendrik und ich die Rollen: Er zu Drum and Bass, ich mit den Mädels nach Hause, wo wir uns noch die restlichen Spaghetti gönnte und mit der Idee noch How I zu schauen (PC war schon an) einschliefen...

Sonntags standen wir gemütlich auf, bestellten uns noch was von BigMama und machten uns schließlich auf den Weg. Unter anderem gingen wir über diese etwas baufällige Brücke



Zusammen mit Hendrik gings nach kaum 3 min warten per Auto-Stopp dann erstmal nach Brasov. Dort hatten wir leider beide nicht wirklich Glück...Ich hatte mich für die falsche Ausfahrt (über Pitesti) entschieden und auch bei Hendrik wollte niemand anhalten. Also gingen wir noch ein Eis essen und deckten uns mit Getränken für die Rückfahrt ein. Er nahm sich ein Taxi ins nächste Dorf und ich ein Bus und ein Taxi zur Ausfahrt "spre Ploiesti". Dort stand ich auch wieder nur ein paar Minuten bevor ich von einem Taxifahrer der eine Dame für satte 300 Lei (230 Lei Gewinn) nach Kronstadt gefahren hatte und die Rückfahrt nicht alleine verbringen wollte...
Zu meiner Freude drückte er mehr aufs Gas als der gute Mann auf der Hinfahrt und so kam ich trotz eines längeren Aufenthaltes -inklusive romantischem Sonnenspaziergang mit Hendrik ;)- noch zu einer guten Zeit zu Hause an...

Heute ein normaler Arbeitstag und morgen nachmittag geht es dann auf "Dienstreise" nach Piatra Neamt :)

Montag, 19. April 2010

La multi ani - es geht auf die 30 zu

Dieses Wochenende hatte ich Besuch und mein 20. Geburtstag wurde gefeiert. Ich muss schon sagen, die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen - noch mehr den je...

Freitag Abend wollte ich eigentlich gemütlich mit Andi einen Abend verbringen und für das Reinfeiern am Samstag Kräfte sammeln, aber Hendrik, Barbara und Theresia kamen schon nach Bukarest und wir bekamen eine Einladung zu einer Grill-Party.
Diese fand im Zentrum der Stadt, direkt am Piata Romana auf einer Dachterasse mit herrlichem Ausblick statt.



Es war eine nette Runde und gab gutes Essen. Danach sind wir dann noch in einen Club gegangen und dann schließlich ins Bett.
Samstag morgens kamen dann Lorenz, seine Schwester und ihre Freundin und brachten uns ein leckeres Frühstück mit.
Gegen Abend verlagerten wir dann die ganze Gesellschaft zu Andi in den Kindergarten, wo wir ohne irgendwelche Nachbarn zu stören Musik hören, trinken und lachen konnten.
Da ich zur Feier des Tages der DJ war, wurden wir natürlich auch musikalisch wirklich sehr verwöhnt und auch Frau Horst trug ihren Anteil zu einem gelungenen Abend bei ;)



Um Mitternacht wurde dann für mich gesungen und ich wurde sogar auf einem Stuhl Hochleben gelassen :)

Zum krönende Abschluss ging es dann noch in einen Club, in dem wir auch Glück mit der Musik hatten und noch bis in den morgen tanzten...

An meinem eigentlich Geburtstag, also am Sonntag gab es dann noch eine kleine Bescherung (neben dem Gartenzwerg gab es auch noch ein "Vertrauensnest")




Jetzt geht der Ernst des Lebens weiter bzw erst richtig los und ich hoffe auf ein tolles neues Lebensjahr....

Danke für alle Wünsche, Grüße, Besuche, Umarmungen und Geschenke, die ich direkt oder indirekt erhalten habe !!!

Samstag, 10. April 2010

Eltern zu Besuch

Jetzt ist es schon eine Woche her, dass meine lieben Eltern bei mir zu Besuch waren. Es war wirklich eine super tolle Woche und wir hatten bis auf den ersten Tag, an dem es durchgeregnet hat, echt Glück mit dem Wetter!
Auch wenn ich noch relativ normal gearbeitet habe (hab nur meistens etwas früher Schluss gemacht) haben wir viele tolle Sachen erlebt und ich für meinen Teil habe die Zeit sehr genossen.
Mir ist mal wieder klar geworden, wie anders man eine Stadt erlebt, wenn man zum einen "älter und weiser" ist, einen Reiseverführer hat und nur eine Woche Zeit hat.
Denn zusammen mit meinen Eltern war ich zum ersten mal im Theater ("Cenusareasa/ Aschenputtel" für Kinder und "Cata speranta/ such hope" in einer Loge), im Kino ("Eu cand vreau sa fluier, fluier") und im National Museum der Geschichte. Außerdem habe ich einige Parks "pe jos" erkundet und war bei einem Konzert von Ada Milea, einer surealistischen Sprachenkünstlerin.
Was mir sehr gut gefallen hat war, dass wir eigentlich jeden Tag zusammen essen waren oder ausgiebig bei meinen Eltern in der Ferienwohnung, die wirklich sehr schön und vor allem super gelegen war, gespeißt haben. Während des Essens oder im Anschluss daran bei einem Gläschen Wein haben wir uns auch konstruktiv Gedanken über meine Zukunft, aber natürlich auch über andere Themen gemacht. Wenn wir uns über banalere Dinge unterhalten haben, ging das sogar manchmal schon auf Rumänisch :)
Einen Tag hat sich Heidi auch mal angeschaut mit wem und wie ich arbeite. Das hat nicht nur die Damen (sie haben kleine Geschenke, zB einen guten deutschen Dosenöffner, bekommen), sondern auch mich sehr gefreut und ich denke auch meine Mutter hat jetzt einen besseren Eindruck bekommen.
Zwar haben meine Eltern nicht alle Leute besucht/ getroffen, die sie sich vorgenommen hatten, aber
wir haben zusammen Karin besucht und haben auch Laura mit ihrer Tochter getroffen, die zufällig zur gleichen Zeit in Bukarest bei ihren Eltern war. Sie meinte, dass sie mich nicht wieder erkannt hätte, d.h. also dass ich mich verändert haben muss in den letzten paar Jahren ;)
Hier ein paar optische Eindrücke:

Neu für uns: Am Ende des Theaters gingen alle Kinder auf die Bühne und gaben den Schauspielern Blumen...leider hatte klein Juli keine Blumen dabei, um auch einen Kuss vom hübschen Aschenputtel zu bekommen ;)




Im Parcul Carol I - ich denke es ist klar, wer hier da Papa ist...




Beim Konzert von Ada Milea




Mit Karin im Park






Abedessen in der Ferienwohnung



Hier nochmals ein riesiges Dankeschön an meine Eltern für eine super Woche, es hat mich gefreut!!



Ah und gerade ist mir noch ein Erlebnis meiner Arbeit eingefallen, dass ich sehr interessant fande und gerne mit euch teilen möchte:

Am Dienstag nach den Osterfeiertagen ist jedes Jahr im deutschen Forum Bukarests eine Osterfeier und ich habe 4 meiner Damen dort hingefahren, weil ich mir es auch gerne mal ansehen wollte.
Wie es sich für deutsche gehört waren die meisten schon deutlich vor Beginn eingetroffen. Man musste allerdings noch unten warten bis oben die letzten Vorbereitungen getroffen wurden.
Ich lehnte an der Wand bei meinen Damen, die Sitzplätze um einen Tisch herum gefunden hatten.
Gute 5 Minuten vor dem geplanten "Einlass" standen die 75-89 jährigen Damen zu meiner Verwunderung auf und stellten sich näher an die Treppe...Dann begann sich etwas sehr skurriles abzuspielen, was mich persönlich an die Basketballspiele erinnerte, bei denen ich früher war. Dort haben wir auch immer um die besten Plätze gekämpft. Und so taten es auch die alten Leute:
Als die Party offiziell eröffnet wurde, standen die ersten bereits auf den untersten Treppenstufen und sofort eilten -so gut es in dem Alter eben noch geht- alle nach oben, wo sofort Plätze besetzt wurden und Cozonac (eine Art Nusszopf) auf die Teller gelegt wurde.
Es gab mehr als genug Sitzplätze und weitaus zu viel Cozonac (mir wurde von 2 verschiedenen Damen jeweils noch eine Tüte zum mitnehmen gepackt und auch andere sackten gut ein).
Da es trotzdem diesen großen Ansturm nach oben gab vermute ich persönlich, dass sich dieses Verhalten noch aus den Zeiten des Kommunismusses in den Köpfen festgesetzt haben muss. Denn damals gab es ja noch öfters nicht genug...
Für einen jungen Mann wie mich, der Mangel auf diese Art und Weise zum Glück nicht erlebt hat, war es auf jeden Fall nicht ganz einleuchtend ...